Im Jahr 2025 wurden in unserer Beratungsstelle insgesamt 155 Frauen und Familien begleitet. Dabei fanden 343 Beratungsgespräche statt – viele Ratsuchende nahmen also nicht nur ein Erstgespräch, sondern auch weiterführende Unterstützung in Anspruch. Das zeigt, wie wichtig eine verlässliche, persönliche Begleitung über einen längeren Zeitraum hinweg ist.
Die meisten Gespräche führten wir persönlich vor Ort, ergänzend boten wir telefonische sowie Online-Beratungen an. Auch Beratungen in leichter Sprache wurden verstärkt genutzt. Seit Sommer 2025 erleichtert unser neues Online-System „Tagea“ die Terminorganisation und ermöglicht eine noch bessere Erreichbarkeit.
Inhaltlich standen Konfliktberatungen im Zusammenhang mit einer ungewollten Schwangerschaft im Mittelpunkt. Darüber hinaus begleiteten wir Frauen und Paare rund um Schwangerschaft, nach einem Schwangerschaftsabbruch sowie zu Themen wie Sexualität, Prävention und Kinderwunsch. Besonders intensiv war die Unterstützung in Einzelfällen wie der vertraulichen Geburt.
Die Gründe, warum Frauen sich in einer schwierigen Entscheidungssituation befinden, sind vielfältig: Neben fehlendem Kinderwunsch oder abgeschlossener Familienplanung spielen häufig auch finanzielle Sorgen, Wohnsituationen, Druck aus dem sozialen Umfeld oder partnerschaftliche Konflikte eine Rolle. Unsere Beratung setzt genau hier an – wertschätzend, ergebnisoffen und unterstützend.
Ein wichtiger Schritt in der Präventionsarbeit war 2025 außerdem die Einführung eines Verhütungsmittelfonds im Kreis Ahrweiler. Frauen mit geringem Einkommen können dadurch finanzielle Unterstützung für langfristige Verhütungsmethoden erhalten. Das stärkt Selbstbestimmung, entlastet und hilft, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden.